Between Love and Death - Die Todesengel

Zwei Todesengel - Eine Frau - Eine Reise

 »Verlieb dich bloß nicht in sie.«
»Keine Sorge, das werde ich nicht.«

Amy führt ein ganz normales Leben, bis eines Nachts zwei Todesengel in ihrem Schlafzimmer auftauchen und ihr verkünden, dass sie bald sterben wird. Ihr letzter Wunsch: ihren Vater wiederzufinden. Schon bald begibt sie sich mit ihren zwei ungewöhnlichen Begleitern auf eine Reise, um die letzten bekannten Spuren ihres Vaters zu verfolgen. Die Todesengel wachsen Amy ans Herz, einer der beiden ganz besonders. Wäre da nur nicht die Bestimmung, ihre Seele zur gegebenen Zeit ins Jenseits schicken zu müssen. Gefühle lassen sich nicht steuern, denn die Umstände sind egal, wenn man liebt. Oder?

Eine Reise zwischen Freundschaft, Verrat, Liebe und Tod im Land der aufgehenden Sonne. Findet Amy dort die Antworten, die sie sucht?

Auf nach Japan!

Eine gefühlvolle Romantasy für alle, die tiefe Emotionen, Freundschaftsmomente und berührende Ereignisse lieben.

Leserstimmen

"Tiefgründige Themen mit wertvollen Botschaften, authentische Charaktere und eine spannende Erzählweise. Ich bin sehr froh, auf dieses Buch gestoßen zu sein und würde gerne noch mehr über die Todesengel lesen."

"Eine richtig tolle und emotionale Geschichte. Ganz toller Schreibstil der den roten Faden nicht verliert. Super Plotttwist, also das habe ich irgendwie nicht kommen sehen. Und ein super schönes Happy End. Also wer eh schon Bücher mit dem Thema Engel mag sollte diese Buch definitiv lesen. Klare Leseempfehlung!"

"Das Buch konnte mich jedoch durchgehend unterhalten und wirkte insgesamt stimmig. Mein persönliches Highlight war der gelungene Schreib- und Erzählstil sowie die Entwicklung der Handlung, insbesondere zum Ende hin: Endlich wieder eine Geschichte, in der mich alle drei Perspektiven vollständig überzeugt haben – logisch aufgebaut, mit fließenden Übergängen und einem angenehm zu lesenden Stil."

Leseprobe

Kapitel 1: Der verlorene Vater


Amy

»Du wirst bald sterben.« Das waren die ersten Worte, die Amy wahrnahm, als sie Vincent
begegnete. Sie wusste nicht, was sie fühlen oder denken sollte. Es war sicherlich nicht normal, dass ein dunkelhaariger Mann einfach so in ihrem Schlafzimmer auftauchte und ihr
Einzelheiten über ihren eigenen Tod erzählte.
Innerhalb eines Herzschlags war Amy aufgesprungen und hatte sich ihre Nachttischlampe geschnappt. Die Augen des Mannes wurden groß, als sie mit ihrer improvisierten Waffe herumfuchtelte. Gleichzeitig huschte ihr Blick zu ihrem Handy. Die Polizei zu rufen oder um
Hilfe zu schreien, kam ihr in den Sinn. Ob sie es wohl schaffte, das Telefonat zu tätigen, bevor der Eindringling sie überwältigen konnte? Vielleicht hätte sie auch nach Hilfe schreien können.
Die Wände waren zwar dick und es befand sich niemand sonst zu Hause, da sie alleine lebte, aber mit viel Glück würde einer der Nachbarn sie hören.
Der Mann hob abwehrend die Hände. »Woah! Stell das Ding wieder hin! Ich tu dir nichts.«
»Du tust mir nichts?«, gab sie schnaubend von sich. »Du tauchst aus dem Nichts auf und kündigst mir meinen Tod an!«
Vielleicht wollte er sie ermorden? Woher sonst sollte er wissen, dass sie bald sterben würde?
»Und ich soll dir glauben, dass du mir nichts tun willst?« Ihre Stimme glich der einer Sirene. Ihr Herz schlug bis zum Hals und sie spürte deutlich, wie sich ihr Puls beschleunigte.
Sie war so außer sich, dass sie nicht mitbekam, wie der Mann die Lippen bewegte.
»Sam. Ich brauche deine Hilfe«, wisperte er mit einem verzweifelten Gesichtsausdruck.
Ein blonder Mann erschien und Amy ließ vor Schreck die Lampe fallen. Mit einem dumpfen Geräusch fiel sie auf den Boden.
Sie taumelte ein paar Schritte zurück. Ihre Gedanken rasten.
Was zur Hölle passiert hier gerade? Zwei Männer befinden sich in meinem Zimmer! Das ist nicht real, oder?
Amy griff mit zittrigen Fingern nach ihrem Handy und drückte so panisch darauf herum, dass eine wilde Zahlenkombination auf dem Display aufleuchtete, die keinen Sinn ergab.
»Wenn ihr nicht sofort verschwindet, rufe ich die Polizei!«
Ein amüsiertes Schmunzeln breitete sich auf den Lippen des Blondschopfs aus.
»Nur zu, es wird dir nichts nutzen. Darf ich gestatten? Mein Name ist Sam. Ich bin ebenfalls ein Todesengel und Vincents Mentor.«
Amy starrte ihn mit offenem Mund an.
Wovon redet er da? Was zum Teufel ist ein Todesengel?
»Ich bin hier, um meinem Schützling beizubringen, dass man ein Gespräch nicht mit ›Du wirst bald sterben‹ eröffnet.«
Er zwinkerte ihr zu.
Amy sah ihn verdattert an. Also hieß der Blonde Sam und war Vincents Mentor, dem Dunkelhaarigen? Doch Mentor wofür? Was waren das für Männer, die wie aus dem Nichts erschienen?
Wollen sie mich auf den Arm nehmen? Denken diese Männer ernsthaft, ich glaube all das, was sie mir weismachen wollen?
Amy schnaubte. Das war einfach krank. Sie würde sich hier und heute nicht von ihnen abschlachten lassen!
»W-wer seid ihr? Das ist nicht real, oder?«
Die beiden Männer wechselten einen Blick, ehe der Dunkelhaarige die Hände in seine Hüften stemmte.
»Wir sind Todesengel.« Mit den Worten streckte er seine schwarzen Flügel aus, und Amy stockte der Atem.
»Todes… Was?« Sie kniff sich in die Wange und spürte das Zwicken auf ihrer Haut. Das hier war real und alles andere als ein Traum. Gleichzeitig handelte es sich um etwas Unfassbares.
Amys Knie wurden weich und sie musste sich aufs Bett setzen. Ihre Finger krallten sich in die Laken.
Wenn das kein Traum ist, heißt das, dass ich bald sterbe?
Ihre Augen wurden feucht. Sie war noch viel zu jung, um den Löffel abzugeben. 
»Was wollt ihr von mir?«
»Wir sind hier, um dir einen Herzenswunsch zu erfüllen. Das ist unser Job. Du kannst dir alles wünschen, was du möchtest, und wir versuchen, es zu ermöglichen.«
»Ihr erfüllt mir einen Wunsch?« Amy starrte sie ungläubig an.
Wie können sie mir Wünsche erfüllen? Das ist unmöglich.
Doch dann ging Vincent auf sie zu, langsam und vorsichtig, ehe er seine Hand auf ihre legte.
Die Hand, die das Handy umklammerte. Wollte er sie davon abhalten, die Polizei zu rufen?
Amy beabsichtigte, sich gerade zu wehren, als sie ihm in die Augen blickte. Auch wenn sie Angst hatte, war da noch etwas anderes. Ihre Knie wurden weich.
»Jeden Wunsch.« Seine Stimme klang samtig weich in ihren Ohren.
Amy nahm einen langen Atemzug, bevor sie ihre Sprache wiederfand. »Das ist nicht real.«
»Dann wird es Zeit, dass wir es dir beweisen.« 
Sam hatte eine Hand auf Vincents Schulter gelegt und ihn bestimmt von Amy weggezogen. Er schnippte mit den Fingern und ihr
Schlafzimmer verwandelte sich in eine gigantische Bibliothek. Der Raum war trotz der hohen Regale sehr hell gestaltet. Eine runde Glaswölbung überdachte den Raum, durch die die
Sonnenstrahlen schienen und die Bücher in ein warmes Licht tauchten. In den mittleren Gängen waren schwere Holztische drapiert, die mit weich gepolsterten Stühlen bestückt waren. Die
Regale, die bis zur Decke ragten, waren vollgestopft mit alten Büchern.
Amy sah sich bewundernd um. »Oh, wow!«
Sie fragte sich, wie Sam dies mit einem einzigen Fingerschnippen vollbracht hatte. Wozu die beiden Todesengel wohl noch fähig waren?

Anekdote

Dieser Roman war ursprünglich ein NaNoWriMo-Projekt. Ich wollte ausprobieren, ob ich es schaffe ein Rohskript mit 50.000 Wörter innerhalb eines Monats zu schreiben. Ich habe es erfolgreich umgesetzt. Da ich sehr viel Persönlichkeit und eigene Erfahrungen in den Text fließen ließ, wollte ich es gerne veröffentlichen. Ich habe das Script sehr oft überarbeitet. Die Story habe ich zwar in einen Monat runtergeschrieben, aber insgesamt brauchte ich ein Jahr bis ich fertig und zufrieden war.

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